„Schätze heben“ – Fünf Fragen an Felicitas Hoppe

Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe arbeitet an einer Neuerzählung der Nibelungensage. Das Epos stammt aus dem fernen Mittelalter, aber wirkt bis heute nach. Es ist schwer fassbar, ideologisch überfrachtet und historisch beladen – was hat uns diese Geschichte über das Hier und Heute zu sagen?

In einem Werkstattgespräch im Münchner Einstein 28 erzählt Felicitas Hoppe am 12. Februar von ihrer Arbeit an dem neuen Buch. Mit #wirgewinnt-Autorin Dorothee Lossin hat sie vorab über den wuchtigen und zugleich flüchtigen Mythos ‚Nibelungen‘ gesprochen:


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Ein Bild und seine Geschichte: Stunde Null auf dem Seil

Seltaenzerin Koeln

Die Bundesrepublik Deutschland ist mit ihren 70 Jahren eine relativ junge Demokratie. Wenn man in die Gründungsjahre zurückschaut, zeigt sich ein von inneren und äußeren Verwüstungen der Naziherrschaft schwer gezeichnetes Land. Die Fotografie eines Unbekannten kann als ikonisches Bild der unmittelbaren Nachkriegszeit verstanden werden: Die „Stunde Null auf dem Seil“, wie wir das Bild genannt haben, verdichtet auf eindringliche Weise das Gefühl, ohne Halt und Netz in eine neue Zeit zu gehen.


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