„Wir sind viele, jeder einzelne von uns“ bei der Woche der Vielen vom 9. bis 17. November

Dieser Satz, ein Zitat aus dem Lied „Wir sind viele“ der deutschen Band Tocotronic, liegt der Vereinigung zugrunde, die sich mit viel Glanz und Glitzer einsetzen will: für eine offene, vielfältige, solidarische Gesellschaft. Es sind Kunst-, Kultur- und Theaterinstitutionen aus ganz Deutschland, die vor etwa einem Jahr anlässlich der „Glänzenden Demo der Vielen“ zum ersten Mal groß in der Öffentlichkeit in Erscheinung traten. Jetzt geht es in München weiter.

Nach der glänzenden Demo läuft derzeit die nächste große Aktion, und zwar die „Woche der Vielen“ noch bis zum 17. November: Die komplette, schier endlos lange Liste mit Veranstaltungen, also Diskussionen, Lesungen, Konzerte, Workshops und vieles mehr ist hier einsehbar.

Unter anderem diese drei Veranstaltungen könntest du in dieser Woche der Vielen noch mitnehmen:

13. November: Vortrag und Gespräch – Freiheit unter Druck: Wie Rechtspopulisten die demokratische Kultur herausfordern

Matthias Lillienthal, Foto: © Julian Baumann

Rechtspopulisten stellen in Europa und im Rest der Welt grundlegende Freiheiten der Demokratie in Frage – wie etwa die Kunstfreiheit oder die Pressefreiheit. Darüber hinaus verschieben sie die Grenzen des Sagbaren. Das hat Spuren in den betroffenen demokratischen Kulturen hinterlassen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Die Referentinnen und Referenten bei einem Podium in der Münchner Volkshochschule stellen Strategien der Rechten und deren Auswirkungen vor und diskutieren, wie man sinnvoll damit umgehen kann.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München, gefördert von der Bundsstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

  • Freiheit unter Druck – Wie Rechtspopulisten die demokratische Kultur herausfordern
    Impulsvortrag und Gespräch mit Per Leo, Historiker, Autor des Buches „Mit Rechten reden“; Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele und Unterzeichner der „Erklärung der Vielen“; Antonie Rietzschel, freie Journalistin in Leipzig; Armin Thurnher, Mitbegründer, Herausgeber und Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung „Falter“;
    Moderation: Jutta Höcht-Stöhr, Evangelische Stadtakademie München & Klaus Schlaier, Münchner Volkshochschule
    Mi. 13. November 2019 | 19.30 Uhr
    München, Black Box im Gasteig
    Eintritt frei | → Platz reservieren

14. November: Vortrag, Lesung und Diskussion
: „Die Reise ins Reich –
 Von Reichsbürgern und rechtsextremen Verschwörungstheorien“

 

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Der Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begab sich undercover unter Reichsbürger*innen. Er wurde Untertan eines Königreichs, machte mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und lernte gewaltbereite Neonazis kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die AfD im Bundestag sitzen. Die „Reise ins Reich“ liefert kuriose und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat.

Eintritt frei, Einlasskarte erforderlich
Reservierung unter 089 2185 1970
oder unter www.theaterakademie.de

20.00 Uhr
 – Theaterakademie August Everding, Prinzregentenplatz 12
Opernstudio im Akademietheater (Eingang seitlich über den Garten oder die Zumpestraße)

17. November: Stadtspaziergang – Rechte Räume in München

 

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Ein Beitrag geteilt von Jan Krattiger (@jan_krattiger) am

 Für die Nationalsozialist*innen war München – als „Hauptstadt der Kunst und Bewegung“ – eine der wichtigsten Städte im Dritten Reich. Der Rundgang führt zu baulichen Überresten der NS-Zeit und rechten Schauplätzen von heute. Wir fragen uns, wie rassistisches, antisemitisches und anderweitig diskriminierendes Gedankengut bis weit in die Mitte der Gesellschaft gelangt und wie sich dieses in verschieden ausgeprägten „Rechten Räumen“ manifestiert.

Mit: Robert Andreasch (Rechtsextremismus-Experte), Sabine Brantl (Historikerin, Leiterin des Archivs am Haus der Kunst), Peter Bierl (Journalist und Autor), Anna Yeboah (Architektin und Autorin)

Eintritt: 10 Euro
Tickets unter www.kammerspiele.de
Dauer: ca. 4 bis 6 Stunden, zu Fuß und per Bus

11.00 Uhr
 – Münchner Kammerspiele, Treffpunkt: Falckenbergstraße 1, vor Kammer 2

*Teilnahme unter Vorbehalt: Ein Ausschluss gilt insbesondere für Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

(Foto: Pressekonferenz zur Woche der Vielen © Amon Ritz / Die Vielen)

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